Während einer Besichtigungsrunde zu verschiedenen Sanierungsprojekten unserer Stadt durch den Technischen Ausschuss in der zweiten Ferienwoche wurde deutlich, wo die Investitionsschwerpunkte unsere Haushalts (neben dem Bau des neuen Feuerwehrhauses) liegen: in der Sanierung verschiedener öffentlicher Gebäude und Einrichtungen.
Um was geht es bei diesen Arbeiten? Viele dieser Gebäude, ob Schulen, Sporthallen oder Hallenbad, sind in der Zeit zwischen 1959 und 1980 errichtet worden; allein dieses Alter macht die Sanierungsschritte notwendig. Es geht um das Vermeiden, Gebäudesubstanz zu verlieren, es geht um eine Verbesserung der Funktionstüchtigkeit, um Sicherheitsfragen wie Brandschutz (mit Standards, die die kommunalen Haushalte nahezu erdrosseln) und um energetische Ertüchtigung. Schon diese Aufgabenstellung zeigt, dass aus einer vorgesehenen Teilsanierung schnell eine Generalsanierung wird.
Unsere Fraktion hat sich diesen Sanierungsaufgaben immer gestellt, gerade auch im Falle unseres Hallenbades. Wir erwarten aber, dass bei den Sanierungen bestimmte Grundsätze eingehalten werden:
- Wir brauchen eine möglichst genaue Sanierungsplanung, ggf. auch abgestimmte Sanierungsabschnitte bei größeren Vorhaben.
- Parallel dazu bedarf es einer realistischen mittelfristigen Finanzplanung für diese Sanierungen.
- Bei Generalsanierungen mit hohem finanziellem Aufwand müssen Aussagen über eine Funktionsverbesserung vorliegen, im Einzelfall auch eine Kosten-Nutzen-Analyse.
Wir sehen in diesen Sanierungsinvestitionen einen wichtigen Teil der Binnenentwicklung für Plochingen, wir sehen Chancen für das Plochinger Handwerk, das sich gerade bei Sanierungsmaßnahmen bewährt hat. Und wir leisten etwas für eine gesunde Umwelt. Die SPD-Fraktion wird deshalb im Vermögenshaushalt auch künftig hier einen Schwerpunkt setzen.