Für die SPD ist jeder Schritt wichtig, dass unsere Gesellschaft in allen Bereichen die Mentalität der Wegwerfgesellschaft hinter sich lässt. Die Zukunft muss immer mehr geprägt sein von Abfallvermeidung, Wiederverwendung oder Recycling. Jeden sinnvollen Schritt unterstützen wir selbstverständlich. Den Antrag der OGL in unserem Verwaltungsausschuss am 3.12., dass die Plochinger Stadtverwaltung einen „Vorschlag für die Erhebung einer Verpackungssteuer nach Tübinger Vorbild“ erarbeitet, erschien uns allerdings nicht sinnvoll. Denn Plochingen ist nicht Tübingen und die Einführung einer solch lokalen Steuer auf Einwegverpackungen und Einweggeschirr nur für unsere Stadt wäre mit einem großen Aufwand für Stadt und Betriebe verbunden. Nach Berichten aus Tübingen hat sich im Übrigen seit Einführung der Verpackungssteuer die Müllmenge so gut wie nicht verändert. Viele bezahlen die Verpackungssteuer von 20 oder 50 Cent und werfen die Verpackung wie bisher in die Mülleimer.
Sinnvoller ist für uns, was die SPD-Fraktion im Kreistag derzeit als einen durchaus realisierbaren Schritt beantragt hat: Im ganzen Landkreis soll eine Konzeption zur Einführung eines einheitlichen Mehrwegbechers für Heißgetränke entwickelt werden. Im Kreis gibt es derzeit etliche Anbieter für Mehrwegbecher. Dabei ist jedoch nicht gesagt, dass man mit einem Mehrwegbecher der einen Bäckerei-Kette bei einer anderen sich Kaffee einschenken lassen kann. Das Abfallwirtschaftsamt des Kreises Esslingen hat im zuständigen Kreistagsausschuss zugesagt, mit den Anbietern Gespräche aufzunehmen, um zu einer einheitlichen, also auch für Plochingen geltenden Lösung zu kommen.
(Beitrag der SPD-Fraktion in den "Plochinger Nachrichten" Nr. 50/2024 vom 12.12.2024)