Am 25.6. erhielt der Gemeinderat durch Vertreter der Polizei eine Präsentation der Kriminal- und Unfallstatistik 2023 für Plochingen. Das Fazit des Berichtes war u. a.: „- Die Anzahl der Straftaten (in Plochingen) liegt im Vergleich der letzten Jahre auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. – Die Häufigkeitszahl in Plochingen liegt unter dem Durchschnitt Baden-Württemberg. – Rohheitsdelikte sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen“.
Mit anderen Worten: in Plochingen ist es insgesamt nicht sicherer, aber auch nicht unsicherer als in anderen Städten in Baden-Württembergs. Völlige Ausnahmefälle waren die Schießereien im Frühjahr 2023, die Teil einer Schuss-Serie rivalisierender Banden im Großraum Stuttgart waren und deren Täter inzwischen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Ein weiterer Ausnahmefall war die Sprengung eines Bankautomaten in Plochingen im Februar 2020.
Völlig anders als der Polizeibericht liest man in den Plochinger Nachrichten vom 18.7. im von Verena Schümann unterzeichneten Bericht der „Unabhängigen Liste Plochingen“ (ULP): „Zwischenzeitlich hat Plochingen einen überregionalen Ruf aufgrund von Schießereien, Messerstechereien und weggesprengten Bankautomaten. Zum wiederholten Mal wurden in letzten Zeit Menschen mit einem Messer bedroht und ausgeraubt… Es werden Gaststätten ausgeraubt, Auflieger von Sattelschleppern und Gegenstände aus Autos gestohlen und anderes mehr…“ Dieser Artikel der ULP ist nach unserer Meinung geprägt von einer völlig unverantwortlichen Angst- und Panikmache. Selbstverständlich ist jede Straftat in Plochingen eine zu viel. Aber eine solche Dramatisierung ist alles andere als hilfreich!
(Beitrag der SPD-Fraktion in den "Plochinger Nachrichten" Nr. 30/2024 vom 25. Juli 2024)