Vorort-Termin der SPD-Fraktion mit Sabine Fohler, ehem. MdL Konzept für den Ausbau bis Plochingen steht, aber Verkehrsminister Hermann und Bundesverkehrsminister Ramsauer blockieren. Ein Antrag der SPD im Landtag könnte die letzte Möglichkeit sein, die bleibt.
Eigentlich sollte die Ertüchtigung der Wasserstraßen für eine Grün-Rote Landesregierung keine Frage sein. So war auch der Schleusenausbau bis Plochingen, der in der Großen Koalition von Staatssekretärin Karin Roth bereits zugesagt war, Bestandteil der Koalitionsvereinbarungen. Dennoch machte Verkehrsminister Hermann die Rolle rückwärts und folgte der Linie von Bundesverkehrsminister Ramsauer, die Schleusen nur bis Heilbronn auszubauen. Stuttgart und Plochingen wären so für moderne Schiffe von 135 m Länge abgehängt. Dabei gibt unsere Region ein nachgewiesenes Ausbaupotential her. Um dem limitierten Budget und den Anforderungen gerecht zu werden, gab es einen gemeinsamen Vorstoß aller Betroffenen, auf der gesamten Strecke jeweils eine Schleusenkammer zu sanieren und gleichzeitig zu verlängern. Diese Maßnahmen sollten nach Dringlichkeit ergriffen werden, denn einige Schleusen sind so marode, dass sie täglich ausfallen könnten. Hafendirektor Weiß trug am 1. März dieses ausgefeilte Konzept, das bereits im November an Verkehrsminister Hermann herangetragen wurde, bei einem Vorort-Termin, zu dem auch Bürgermeister Buß und die SPD-Stadträte Raviol und Sinn zugegen waren, den SPD-Landtagsabgeordneten Drexler und Binder vor. Diese wollen sich - sichtlich beeindruckt von der Schlüssigkeit des Konzepts - im Fraktionsvorstand beraten und einen entsprechenden Antrag in den Landtag einbringen. Dies könnte die letzte Möglichkeit sein, Einfluss auf die Stärkung unseres Hafens zu nehmen.