Eigentlich ist der Titel sehr viel länger und er zeigt, dass wir es mit einem sehr komplexen Thema zu tun haben. Frau Walz als Vertreterin des Landkreises zeigte an Zahlen und Geldbeträgen, Frau Glück von der Evang. Gesellschaft (eva) an konkreten Beispielen, dass es ganz wichtig ist, der Situation des Wohnungsverlustes in einem möglichst frühen Stadium entgegenzutreten. Es geht vor allem darum, den in Bedrängnis geratenen Menschen zu helfen, aber auch, um hohe Folgekosten zu vermeiden. Plochingen soll als mittelgroße Stadt im Landkreis eine Modellfunktion einnehmen.
Die Konzeption sieht neben der Bildung eines Kriseninterventionsteams und der Begleitung und Beratung der Betroffenen vor, dass es vor Ort ein niederschwelliges Angebot gibt, wo es z. B. möglich ist, ein Mittagessen einzunehmen, zu duschen oder Wäsche zu waschen. Frau Glück nannte als Beispiel den Tagestreff in Nürtingen, der größtenteils von Ehrenamtlichen betreiben wird. Der Zufall will es, dass dieser zunächst davon unabhängige und sich ebenfalls in der "Testphase" befindliche Mittagstisch der AWO genau in diese Konzeption passt. Die SPD-Fraktion zeigte sich sehr befriedigt darüber, dass diese perfekte Verzahnung gelungen ist und damit von der Stadt aus bereits der erste Schritt zur Umsetzung getan ist. Renate Sinn, zugleich AWO-Vorsitzende, will die Bevölkerung aktiv in den Prozess einbinden und rief in ihrer Stellungnahme zum ehrenamtlichen Engegagement auf - nicht nur, um Kosten zu sparen, sondern als Beitrag zu einem menschlichen Gesicht unserer Stadt. Ebenfalls für die praktische Umsetzung bot Peter Raviol die Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Baugenossenschaft an.