26.02.2018 in Standpunkte von AsF Baden-Württemberg

Leserinnenzuschrift: Die Macht-Frage - wer macht endlich mal 'ne Regierung?

 

Uns erreichte folgende Leserinnen-Zuschrift:


Die Macht-Frage – wer macht endlich mal 'ne Regierung?

Also neulich, da war ich wählen, ihr wisst schon, die, die da die Regierung in Berlin machen. Da hat unsere SPD ganz schön geloost. (Ist neudeutsch und bedeutet so viel wie: war total schlecht).
Dann hat der Martin erzählt, wir machen keine Regierung mehr, weil wir ja geloost haben. Alle fanden Martin wieder cool in unserer SPD und konnten ihn gut leiden.

Die Regierung hat sich dann auf einem Balkon getroffen, viel gewunken und in Kameras gelächelt und dann hat einer gesagt „Nee, ich spiele nicht mehr mit. Lieber gar nicht regieren als schlecht regieren.“ Und dann gab es doch keine Regierung. Blöd. Unser Frank-Walter hat sich dann die Frau Merkel geschnappt und den Martin und hat ihnen erklärt, dass sie miteinander sprechen müssen. Denn wir wollen eine Regierung, hat er gesagt. Und ihr habt Verantwortung, hat er ihnen gesagt. Dass haben sie vorher nicht gewusst.

Dann haben wir uns alle in Berlin getroffen, weil wir wollten den Martin ja wiederwählen. Da hat er uns gefragt, was er machen soll. Reden koste ja nichts. Und da komme ja eh wohl nichts bei raus. Und wenn doch, dann würde ja sowieso nochmal der Parteikonvent sagen, ob wir das machen sollen. Dann gab es da so junge Menschen, die fanden das doof. Und viele Ältere, die fanden das auch doof. Und einige Mittel-Jung-Alte – die fanden das nicht so doof. Weil wir doch Verantwortung haben. Und Reden kostet ja nichts. Wir sollten mal über eine GroKo reden – also Grobe Konditionen oder war es grottenschlechte Konditionen? Macht nix, der Martin macht jetzt mal. Weil wir ja auch Vertrauen haben könnten. Und die anderen wollten #noGroko haben – also nicht ohne großes Kotzen. Weil der Minister Schmidt Glyphosat als Gift für gegen das Vertrauen eingesetzt hat.

Und dann haben wir gesagt, die sollen mal reden. Aber wir haben noch nicht gesagt warum. Ob wir wollen oder nicht – sondern die sollen ergebnisoffen reden. Und dann haben die sondiert – ohne Sonde, aber so als Gespräch. Und knallhart. Und dann hat die CSU gesagt, das Ergebnis ist super, wir haben eine Obergrenze beim Familiennachzug. Und unsere SPD hat gesagt - nee haben wir nicht. Ja was nun? Der Lars sagt, wir sollen unseren Leuten vertrauen und nicht auf das hören, was die anderen sagen. Aber da steht doch eine Zahl im Konzept. Und eine Zahl ist immer auch eine Grenze. Aber nicht, wenn wir sie verhandeln. Schön, dass wir da wieder was gelernt haben. Ich hab immer gedacht, dass beim Kompromiss beide Seiten was hergeben müssen. Jetzt sagen beide Seiten, wir haben gewonnen. Dann ist das wohl ein noch viel besserer Kompromiss.

Und dann haben wir uns in Bonn wieder getroffen, um zu schauen, ob die weiter verhandeln sollen. Das war toll. Da haben wir Demokratiegeschichte geschrieben. Und am Ende uns ganz fest versprochen, dass egal wie es ausgeht, wir uns weiter liebhaben wollen. Und dann gesagt, jetzt wollen wir verhandeln – so richtig. Und drei Dinge müssen auf jeden Fall sein. Ohne die gibt es keine GroKo. Und wir Mitglieder sollen es dann am Ende alle entscheiden. Das fand ich nicht gut. Wer traut sich denn noch nach echten Verhandlungen, also nach so richtigen Verhandlungen, noch zu sagen – „nö!“, „Gefällt mir nicht!“ „Ätsch!“ „Das habe ich eh nicht gewollt.“ Ich schon, aber wer sonst noch? Na gut. Also verhandeln wir jetzt einen Koalitionsvertrag.

Aber jetzt hatten wir schöne Bilder von Gummibärchen und Studentenfutter. Lecker.
Das war super – jetzt konnten alle wieder mitspielen – bei der Regierung – supi!! Und da haben sich ein paar doll gefreut. Und viele Sandförmchen mitgebracht.

Und dann ist wie wild verhandelt und gebuddelt worden. Und es ist ganz viel in den Vertrag verhandelt worden. Was wir alles wollen. Und was wichtig ist. Und dass wir Europa stark machen wollen. Und die Austeritätspolitik abschaffen wollen, das hat die ASF gewollt, das ist ganz besonders super. Und die Kommunalpolitik freut sich auch, weil sie mehr Geld bekommen soll. Und die Gewerkschaften, weil der Koalitionsvertrag von uns besser ist als der vom Balkon. Und der Martin will Minister werden – obwohl er gesagt hat, dass er das nicht will, wenn Frau Merkel Kanzlerin ist. Das fanden wir alle besonders doof. Und die Andrea, die soll Vorsitzende von uns werden. Und niemand wollte mehr darüber reden, was im Koalitionsvertrag steht. Das fand der Martin doof. Und hat gesagt, dass er dann doch nicht Minister werden will, damit wir über die Inhalte reden.
Das tun alle jetzt immer noch nicht, denn wir regen uns darüber auf, ob es die Andrea werden darf, und warum der Martin das so gemacht hat und nicht besser. Zum Glück gibt es jetzt überall Regionalkonferenzen, bei denen wir über den Koalitionsvertrag  - also seine Inhalte – reden. Und falls wir da nicht hin können, bekommen wir Mails, was alles super ist. Was nicht super ist, finden wir schon selber raus. Und bei den Konferenzen reden die, die finden, dass aus den groben Konditionen konkrete Pläne geworden sind – die, die finden, dass das nicht ohne großes Kotzen geht, müssen selber organisieren, dass sie da auch reden – aber wir haben uns alle noch lieb. Das ist super.
Und dann kommt da ja auch noch die Andrea und macht alles super – weil da ist ja auch nichts mehr zum Kaputtmachen. Dann „darf da au mal ä Mädle ran.“ Das kennen wir schon aus Baden-Württemberg. Da sollen es jetzt auch die Frauen richten. Das freut uns Frauen – gell.

Aber 'ne Regierung haben wir immer noch keine  - auch doof.

Eure Susi Schnäpf

 

01.02.2018 in Standpunkte von AfA Baden-Württemberg

Solidaritätsadressen

 

An die Beschäftigten in der Metall- und Elektro

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) der SPD Baden-Württemberg unterstützt die Forderungen der IG Metall in der Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektro-Industrie.

Mit der starken Beteiligung an den Warnstreiks habt Ihr ein klares Signal in Richtung Arbeitgeber gesendet. Lasst Euch durch die eingereichten Klagen der Verbände nicht entmutigen. Streikt weiter für mehr Geld, den Anspruch auf kurze Vollzeit und Zuschüsse für Beschäftigte in familiären und beruflichen Belastungen.

Die AfA steht solidarisch an Eurer Seite!

Foto: IG Metall-Vorsitzender Jörg Hofmann (links) und AfA-Landesvorsitzender Udo Lutz

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An die Belegschaft der Fa. Sauter in Metzingen

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) der SPD Baden-Württemberg unterstützt Eure Forderungen zur Wiederherstellung der Tarifbindung.

Mit dem Ausstieg aus dem Arbeitgeberverband hat sich die Geschäftsleitung ein Armutszeugnis ausgestellt. Tarifflucht ist eine Schande. Es drohen schlechtere Arbeitsbedingungen, Lohneinbußen und Aushöhlung der Mitbestimmung. Die Unsicherheit hemmt die Motivation der Beschäftigten. Das ist so nicht hinnehmbar!

Euer Arbeitskampf ist ein notwendiger Widerstand gegen die Willkür der Geschäftsleitung. Lasst nicht locker in Euren Bestrebungen. Die AfA steht solidarisch an Eurer Seite.

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An die Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) der SPD Baden-Württemberg erklärt sich mit den Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe solidarisch und unterstützt den Protest der NGG nach Lohnerhöhungen.

Die Umsätze im Hotel- und Gastgewerbe steigen seit Jahren stetig an. Aber bei den Beschäftigten kommt davon nichts an. Die Forderung nach besseren Löhnen beantwortet der Arbeitgeberverband DEHOGA in der laufenden Tarifrunde mit einem Angebot von gerade mal 1,7 % mehr. Gleichzeitig klagt das Gewerbe über Personalmangel. Kein Wunder – anstatt gute Löhne zu zahlen, fordern die Arbeitgeber eine Erhöhung der Arbeitszeit!

Es ist an der Zeit, gemeinsam für einen guten Lohn zu kämpfen. Beteiligt Euch deshalb am HOGA-Protest am 05.02.2018 anlässlich der Intergastra auf der Messe Stuttgart. Die AfA steht solidarisch an Eurer Seite.

 

08.12.2017 in Standpunkte von AfA Baden-Württemberg

Solidaritätserklärung GE

 

Leider mussten wir aus der Presse erfahren, dass Euer Kampf, liebe KollegInnen, um den Erhalt der Arbeitsplätze in eine entscheidende Runde geht. Das Jobvernichtungsmonster GE bereitet seinen entscheidenden Schlag zur Vernichtung Eurer Arbeitsplätze vor.

 

28.07.2017 in Standpunkte von Christen in der SPD Baden-Württemberg

Soziale Ungleichheit in der Hochphase der Globalisierung

 

AK Reutlingen/Tübingen: Am 21.7.2017 referierte der Tübinger Sozialethiker und Sozialdemokrat Prof. Dr. Möhring-Hesse in Wannweil über soziale Ungleichheit in der Hochphase der Globalisierung, also zwischen 1990 und der Finanzkrise im Jahr 2008.

 

06.12.2016 in Standpunkte von AfA Baden-Württemberg

Solidarität mit der Belegschaft von General Electric

 

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD Mannheim solidarisiert sich weiterhin mit der Belegschaft und dem Betriebsrat von GE.

BBC - ABB-ALSTOM-GE = Neustrukturiert – umfirmiert – verkauft - verraten

So lassen sich die vergangenen Jahre, ja Jahrzehnte kurz zusammenfassen.

Eine extreme Belastung und lang anhaltender Kampf für alle betroffenen.

 

Termine

Alle Termine öffnen.

15.12.2018, 10:30 Uhr Landesvorstand

15.12.2018, 17:00 Uhr Jahreshauptversammlung Juso Regio AG
Am Samstag, 15. Dezember findet ab 17 Uhr die Jahreshauptversammlung der Juso Regio AG im Jugendhaus am Bahnhof (J …

16.12.2018, 11:00 Uhr Juso-Landesausschuss

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