100 Jahre SPD in Plochingen - 1905-2005

I. Aus den Gründungsjahren; 1905-1907

Aus der Geschichte der SPD und des Ortsvereins Plochingen von 1905 bis 2005 I. Aus den Gründungsjahren; 1905-1907 Im Sommer des Jahres 1905 herrschte Wahlkampfstimmung im Oberamtsbezirk Esslingen. Auf den 14. Juni war eine Landtagsersatzwahl anberaumt, die Parteien machten mobil, und das sozialdemokratische Wahlkomitee hielt auch im Plochinger Waldhornsaal eine öffentliche Versammlung ab. Wenige Tage später schlossen sich die Anhänger der Sozialdemokratie in Plochingen, die meisten von ihnen wohl Eisenbahner und „Fabrikbauern“, zu einem Ortsverein zusammen. Die Entstehung unseres Ortsvereins muss vor dem Hintergrund des stetigen Anwachsens der deutschen Arbeiterbewegung seit der Aufhebung des Sozialistengesetzes im Jahr 1890 gesehen werden. Um die Jahrhundertwende schritt die Industrialisierung des Neckar-Fils-Raumes rasch voran und erreichte auch das verkehrsgünstig gelegene Weinbauerndorf Plochingen. Die ersten Großbetriebe siedelten sich an (1894 die Baumwollspinnerei Otto), die Verkehrswege wurden verbessert (zweigleisiger Ausbau der Strecke Plochingen-Tübingen 1902/05; eiserne Neckarbrücke 1905; neuer Bahnhof 1907), und eine Schiffbarmachung des Neckars war bereits im Gespräch. Im Gewerbesteueraufkommen des Oberamtes rangierte Plochingen 1906/07 an zweiter Stelle hinter Esslingen. Die Bevölkerung nahm zwischen 1900 und 1910 um ein Drittel von 2413 auf 3525 Einwohner zu. Die Kehrseite dieser stolzen Bilanz war eine fühlbare Steigerung der sozialen Spannungen. Zwischen 1900 und 1910 verdoppelte sich die Zahl der SPD-Ortsvereine von 135 auf 270, und der Mitgliederstand erhöhte sich allein zwischen 1904 und 19nn von 11619 auf 18799. Das Bürgertum betrachtete die kontinuierlichen Fortschritte der SPD als eine existentielle Bedrohung. Bei den Reichstagswahlen von 1907 setzte man alles daran, die „rote Flut“ durch eine konservative Einheitsfront einzudämmen. Reichskanzler Fürst Bülow gab die Parole „Kampf für Ehr und Gut der Nation gegen die Sozialdemokratie“ aus. Zusätzlich Zündstoff lieferte, dass die Sozialdemokraten gegen die Kolonialpolitik Kaiser Wilhelms und gegen den überzogenen Flottenaufbau waren. Die Plochinger Sozialdemokraten organisierten im Gasthof „Sonne“ mehrere Wählerversammlungen zugunsten ihres Kandidaten Louis Schlegel. Das sozialdemokratische Wahlkomitee gab ihnen durch die Entsendung geschulter Referenten Hilfestellung. Dennoch geriet die SPD angesichts der Welle nationaler Erregung in die Defensive. Das Mandat im 5. Wahlkreis, das Schlegel 1899 erobert und 1903 verteidigt hatte, ging verloren. Im Reichstag schrumpfte die SPD-Fraktion von 79 auf 73 Mitglieder zusammen. Der Plochinger Ortsverein nahm das Ergebnis der „Hottentottenwahlen“ zum Anlass, die Reihen fester zu schließen.

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