100 Jahre SPD in Plochingen - 1905-2005

Grundwerte

Für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität

Das Programm der Sozialdemokraten im Wandel der Zeit.

In der mehr als 120jährigen Geschichte unserer Partei hat sich der Begriff Sozialdemokratie stark gewandelt. Dieser Wandel findet seinen Niederschlag in der ständigen Weiterentwicklung des Parteiprogramms.

Am 23.05.1863 gründete Ferdinand Lassalle in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein, als Erbe der 1848 gescheiterten Revolution. Dieser Tag gilt als der Geburtstag der Sozialdemokratie.

Im Parteinamen tauchte der Begriff „sozialdemokratisch“ zum ersten Mal 1869 auf, als August Bebel und Wilhelm Liebknecht die sozialdemokratische Arbeiterpartei gründeten. In diesem Jahr entstand das Eisenacher Programm, mit dem Ziel der Abschaffung der Klassenherrschaft und der Errichtung des „freien Volksstaates“.

Auf dem Gothaer Einigungsparteitag 1875 – Zusammenschluss der beiden Arbeiterparteien – wurde das Parteiprogramm auf die politische Alltagsarbeit abgestimmt mit dem Ziel, die Arbeiterbewegung weiter zu stärken.

Das 1891 in Erfurt verabschiedete Programm blieb dann bis 1921 in Kraft. Zum sozialdemokratischen Selbstverständnis gehörte seit der Jahrhundertwende das klare Bekenntnis zur antikommunistischen Reformpolitik.

Im Görlitzer Programm (1921) erklärt sich die SPD als Volks- und demokratische Staatspartei. Die republikanische Staatsreform wird als geschichtliche und unwiderrufliche Entwicklung betrachtet. Dieses Programm wird auf dem Heidelberger Parteitag (1923) durch die klare Aussage ergänzt, gegen demokratiefeindliche Kräfte von links und rechts energisch vorzugehen.

Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches wurde auf dem Dortmunder Parteitag (1952) der Gedanke der sozialen Marktwirtschaft in das Aktionsprogramm aufgenommen: Förderung des kleinen und mittleren Privateigentums; Wettbewerb soweit möglich, Planung soweit nötig!

Mit dem Godesberger Programm von 1959 nahm die SPD auch in der Theorie – in der politischen Praxis war das bereits längst geschehen – Abschied von der Klassenpartei und formulierte auch in der Parteitheorie das Bekenntnis zur Volkspartei. Das Programm verzichtete auf jede weltanschauliche oder theoriengeschichtliche Festlegung. Grundwerte wie parlamentarische Demokratie, Abgrenzung gegenüber dem Kommunismus, Schutz der Freiheitsrechte des Individualismus und Streben nach sozialer Gerechtigkeit führten einerseits zur innerparteilichen Beruhigung und Klärung, andererseits schuf es die Voraussetzung für die Wählbarkeit der SPD für breite Bevölkerungsschichten.

Der grundlegende Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft in der zweiten Hälfte der siebziger und in den achtzigen Jahren erforderte, dass auch die sozialdemokratischen Thesen und Ziele neu durchdacht wurden. Das Ergebnis diese Diskussionen war das Berliner Grundsatzprogramm vom Dezember 1989. Es baut zwar auf das Godesberger Programm auf, definiert aber z.B. den Begriff Fortschritt viel differenzierter. „Wir wollen Fortschritt, der nicht auf Quantität, sondern auf Qualität als eine höhere Qualität menschlichen Lebens zielt. Es verlangt umdenken, umsteuern, auswählen und gestalten. Vor allem in Technik und Wirtschaft“. Mit dieser Zielsetzung machte die Sozialdemokratie klar, dass sie über ihre engere historische Aufgabe hinaus – die Gestaltung von Staat und Gesellschaft zur Richtung auf ein demokratisch soziales Gemeinwesen – für eine humane Welt kämpfte, in der auch künftige Generationen menschenwürdig und in Frieden leben können. In ihrer langen Geschichte hat die SPD als große historische Bewegung Regeneration und Lernfähigkeit bewiesen. Gerade auch in diesen Tagen, die für die SPD sehr schwierig wirken, muß sie als Volkspartei breite Bürgerinteressen bündeln und durch eine bürgernahe Politik Vertrauen gewinnen.

Termine

Alle Termine öffnen.

18.07.2019, 14:30 Uhr AG 60plus
Im Gespräch mit Regina Rapp und Sven Simon Regina Rapp, zuletzt …

18.07.2019, 14:30 Uhr - 16:30 Uhr SPD Senioren 60+: Klimawandel und die Konsequenzen für eine moderne Sozialdemokratie
Das nächste Treffen der SPD Senioren 60+ findet am Donnerstag, 18. Juli 2019 um 14.30 Uhr in Plochingen im Tref …

31.07.2019, 18:00 Uhr SPD Stammtisch des OV Plochingen
Der Plochinger SPD Ortsverein lädt alle SPD Mitglieder/innen, Freunde und Interessierte im Umkreis zum Stammtisch …

News

10.07.2019 19:29 Unser Plan für gleichwertige Lebensverhältnisse
Die SPD-Bundestagsfraktion sorgt Schritt für Schritt für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit den Maßnahmen zur Umsetzung der Ergebnisse der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ verstärken wir unsere Anstrengungen für ein solidarisches Land. Lebenschancen eines Menschen dürfen nicht von der Postleitzahl abhängen. „Herkunft darf nicht über die Zukunft entscheiden. Die SPD-Bundestagsfraktion steht genau dafür: Dass alle Kommunen ihre Kernaufgaben

10.07.2019 18:30 Smart City Modellstandorte ausgewählt
Heute wurden die ersten 13 „Modellvorhaben Smart Cities“ bekanntgegeben. Beworben hatten sich deutschlandweit rund 100 Städte und Gemeinden mit Projektskizzen. „Viele Kommunen sind heute schon Vorreiter in Sachen Digitalisierung. Ob Gera, Solingen oder Wolfsburg – Städte und Gemeinden haben sich inzwischen auf den Weg zur Smart City gemacht. Als Bund unterstützen wir mit dem neuen

04.07.2019 16:28 Ohne motivierten Nachwuchs geht es nicht in der Pflege
Noch immer sind Tausende Pflegestellen unbesetzt. Das ist ein Alarmsignal, sagt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, und macht Druck, zügig das geplante Gesetz für bessere Löhne in der Pflege zu beschließen. „13.000 neue Pflegestellen in stationären Einrichtungen der Altenpflege wurden im Rahmen des Pflegepersonalstärkungsgesetzes finanziert. Dass laut Berichten noch keine Stelle aus dem Sofortprogramm besetzt ist, ist

02.07.2019 17:32 SPD lehnt Vorschlag von EU-Ratspräsident Donald Tusk ab
Die SPD-Spitze lehnt den Vorschlag der EU-Staats- und Regierungschefs, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspräsidentin zu machen, als nicht überzeugend ab. „Damit würde der Versuch, die Europäische Union zu demokratisieren, ad absurdum geführt“, sagten die drei kommissarischen SPD-Chefs Malu Dreyer, Thorsten Schäfer-Gümbel und Malu Dreyer. Das Statement im Wortlaut.Die Europäische Union (EU) steht vor

01.07.2019 07:48 Es ist gut, dass die Renten in West und Ost steigen
Katja Mast, SPD-Fraktionsvizechefin, macht klar, dass es bei Rentenerhöhungen um mehr als nur Prozentpunkte geht. Es geht um Respekt und Lebensleistung. Sie fordert deshalb mit Nachdruck die Grundrente. „Es ist gut, dass die Renten in West und Ost steigen. Dahinter verbergen sich nicht schlichte Prozentwerte. Im Kern geht es um die Lebensleistung von Menschen, die 

Ein Service von info.websozis.de

Counter

Besucher:1357661
Heute:38
Online:2